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Business Intelligence & Dashboards

Im Monatsbericht stehen Zahlen aus Tabellen, die jemand von Hand pflegt, und im Meeting streiten Vertrieb und Controlling über den Umsatz. Wir bauen Datenmodell, Berichte und Chat-Assistenten so, dass jede Kennzahl genau eine Definition hat.

Im Meeting liegen zwei Umsatzzahlen auf dem Tisch, und die erste halbe Stunde geht dafür drauf, herauszufinden, welche stimmt. Über das, was aus den Zahlen folgt, wird dann kaum noch gesprochen.

Wir bauen BI-Lösungen auf einem sauberen Datenmodell. Jede Kennzahl ist einmal definiert und überall gleich, ob im Dashboard oder in der Antwort eines Assistenten. Fachbereiche werten selbst aus, ohne für jede Frage die IT zu brauchen.

Das Dashboard ist der kleinste Teil

Sichtbar ist von Business Intelligence nur die Oberfläche. Darunter liegen die Quellen, also ERP, CRM, Shop, Buchhaltung und die Tabellen der Fachbereiche, dann die Integration, die diese Daten regelmäßig lädt, bereinigt und meist in einem Data Warehouse zusammenführt, und schließlich das semantische Modell. Es legt fest, wie Kennzahlen berechnet werden und wie Tabellen zusammenhängen. Die meisten Beschwerden über Dashboards haben ihre Ursache in diesen Schichten und nicht in der Oberfläche. Deshalb fangen wir dort an.

Dass das Reporting nicht mehr mitwächst, merkt man an kleinen Dingen. Der Monatsbericht braucht jedes Mal mehrere Tage. Vertrieb und Controlling nennen für denselben Zeitraum verschiedene Umsätze. Es gibt viele Berichte, aber niemand weiß, welcher aktuell ist. Und manche Entscheidung stützt sich auf Zahlen, die Wochen alt sind.

Die Werkzeugwahl entscheidet seltener als gedacht

Der Markt ist groß, und fast jedes Tool bringt inzwischen einen eigenen KI-Assistenten mit. Wichtiger als einzelne Funktionen ist, wie gut es zu den vorhandenen Systemen passt. Wer ohnehin mit Microsoft 365 arbeitet, landet meist bei Power BI, weil sich Berichte in Teams einbinden lassen und Excel-Nutzer vertraute Wege finden. Liegen die Daten bereits in einer Datenplattform, die Dashboards und Chat mitbringt, braucht es nicht immer ein zusätzliches Tool. Und wo Lizenzkosten oder Datenhoheit im Vordergrund stehen, können Open-Source-Lösungen, die man selbst betreibt, die bessere Wahl sein.

Dazu kommen Zahl und Art der Nutzer, Anforderungen an Datenschutz und Hosting und die Frage, ob Berichte später in eigene Anwendungen eingebettet werden sollen. Wir sind an keinen Hersteller gebunden und sagen auch, wenn das vorhandene Tool völlig genügt.

Erst festlegen, was „Umsatz“ heißt

Welche Buchungen zählen zum Umsatz? Ab wann gilt ein Kunde als aktiv? Welche Zeiträume werden verglichen? Diese Fragen klären wir zu Beginn mit den Fachbereichen, denn ein Dashboard ist nur so verlässlich wie die Definitionen dahinter. Sie landen in einem zentralen semantischen Modell, das alle Berichte nutzen. Ändert sich eine Definition, wird sie an einer Stelle angepasst und gilt danach überall.

Das Modell wird noch wichtiger, seit auch KI-Assistenten darauf zugreifen. Sie rechnen mit denselben Definitionen wie die Berichte, und wenn die schlecht beschrieben sind, rechnen sie falsch. Wie solche Modelle aussehen, beschreiben wir unter Datenmodellierung & KPIs.

Dashboard oder Chat

Bei vielen Tools stellt man heute eine Frage wie „Wie hat sich der Umsatz im Süden gegenüber dem Vorjahr entwickelt?“ und bekommt die Antwort samt Diagramm, statt einen Bericht zu suchen und zu filtern. Für spontane Fragen kann das ein Dashboard bereits ersetzen. Kennzahlen, die jede Woche im Blick sein müssen, gehören trotzdem in ein festes Dashboard, weil dann alle dieselbe Ansicht sehen. Beides läuft bei uns auf demselben Modell.

Antworten im Chat taugen erst, wenn das Modell gut beschrieben ist, Berechtigungen auch dort gelten und typische Fragen vor der Freigabe getestet wurden. Das ist ein eigenes Thema und steht unter Conversational Analytics.

Self-Service, ohne dass es ausufert

Lässt man Fachbereiche frei auswerten, entstehen schnell Dutzende Varianten derselben Kennzahl. Wir stellen deshalb geprüfte, zentral gepflegte Datensätze bereit, auf denen die Teams aufbauen. Mit Berechtigungen auf Zeilenebene, der Row-Level Security, sieht jede Person nur ihre Region oder Kostenstelle, im Dashboard wie im Chat.

Woran BI-Projekte hängen bleiben

Selten sind es technische Gründe. Ein Dashboard mit vierzig Kennzahlen beantwortet keine Frage, besser ist ein Start mit wenigen, die eine konkrete Entscheidung stützen. Fehler in den Quelldaten fallen oft erst auf, wenn das Dashboard fertig ist, darum prüfen wir die Daten schon in der Pipeline automatisch. Läuft das alte Reporting parallel weiter, vergleicht jeder beide Zahlen, bis ein fester Stichtag das beendet. Und ohne feste Verantwortliche für Kennzahlen und Berichte veralten Dashboards schnell.

Was es bringt

  • Eine Zahl pro Kennzahl

    Umsatz bedeutet in jedem Bericht dasselbe, im Dashboard ebenso wie in der Antwort des Assistenten.

  • Aktuell ohne Handarbeit

    Berichte holen sich ihre Daten selbst und warten nicht auf die nächste Tabelle aus dem Fachbereich.

  • Auswertungen aus den Fachbereichen

    Teams bauen eigene Berichte auf einer geprüften Datenbasis und brauchen dafür nicht für jede Frage die IT.

  • Fragen stellen statt Berichte suchen

    Ein Assistent beantwortet spontane Fragen direkt, auf denselben Zahlen wie das Dashboard.

Plattformen & Tools

Wir sind an keinen Hersteller gebunden und arbeiten mit dem, was im Unternehmen schon läuft. Die Liste ist eine Auswahl.

  • Power BI
  • Microsoft Fabric
  • Tableau
  • Qlik Sense
  • Looker
  • Looker Studio
  • Databricks AI/BI
  • Snowflake
  • dbt
  • Cube
  • Metabase
  • Apache Superset
  • SAP Analytics Cloud
  • ThoughtSpot
  • Sigma

So gehen wir vor

  1. Mit den Entscheidungen anfangen

    Wir klären mit den Fachbereichen, welche Entscheidungen die Berichte stützen sollen und welche Kennzahlen dafür nötig sind, bevor ein Tool geöffnet wird.

  2. Quellen anbinden, Modell bauen

    Wir laden die Daten aus ERP, CRM und den anderen Quellen und legen die Kennzahlen einmal zentral im Datenmodell fest.

  3. Früh mit den Nutzern testen

    Dashboards und, wo es passt, ein Assistent gehen früh zu den Menschen, die später damit arbeiten. Ihre Rückmeldungen fließen ein, solange sich noch etwas ändern lässt.

  4. Übergeben und befähigen

    Modell und Berichte sind dokumentiert, das Team ist geschult und kann Berichte selbst anpassen. Auf Wunsch betreuen wir weiter.

Häufige Fragen

Welches BI-Tool passt zu uns?
Das hängt vor allem von den vorhandenen Systemen ab. Wer mit Microsoft 365 arbeitet, ist mit Power BI oft gut beraten. Liegen die Daten bereits in einer Datenplattform mit eigenen BI-Funktionen, braucht es nicht immer ein zusätzliches Tool, und bei knappen Lizenzbudgets kommt auch Open Source infrage. Wir beraten herstellerunabhängig und empfehlen das, was zu Nutzern, Budget und Systemlandschaft passt.
Power BI oder Tableau: Worin unterscheiden sie sich?
Beide sind ausgereifte BI-Tools mit eigenen KI-Assistenten. Power BI ist eng mit Microsoft 365, Excel und Teams verbunden und lässt sich in Microsoft-Umgebungen meist schnell einführen. Tableau ist stark in der freien, visuellen Analyse und gehört zu Salesforce. In der Praxis entscheiden vorhandene Infrastruktur und Lizenzmodell häufiger als einzelne Funktionen.
Ersetzt ein KI-Chat künftig unsere Dashboards?
Teilweise. Für spontane Fragen ist ein Chat oft schneller als ein Bericht. Kennzahlen, die regelmäßig verfolgt werden, sind in einem festen Dashboard besser aufgehoben, weil alle dieselbe Ansicht sehen. Wir planen beides auf demselben Datenmodell, damit Chat und Dashboard dieselben Zahlen liefern.
Werden unsere Daten bei KI-Funktionen außerhalb der EU verarbeitet?
Das hängt von Anbieter und Konfiguration ab. In Power BI legt zum Beispiel eine Einstellung im Admin-Portal fest, ob Daten für Copilot außerhalb der eigenen geografischen Region verarbeitet werden dürfen. Wir prüfen solche Einstellungen und richten sie so ein, dass sie zu den Datenschutzvorgaben des Unternehmens passen.
Brauchen wir für BI ein Data Warehouse?
Nicht zwingend. Für den Einstieg können BI-Tools direkt auf einzelne Quellen zugreifen. Sobald mehrere Systeme zusammenkommen, Daten historisiert werden sollen oder viele Berichte auf denselben Zahlen aufbauen, ist ein Data Warehouse die stabilere Grundlage.
Können wir bestehende Berichte übernehmen?
Ja, auch aus Excel oder einem anderen BI-Tool. Wir prüfen die vorhandenen Berichte, übernehmen, was sich bewährt hat, und vereinheitlichen Kennzahlen und Design.
Lassen sich Dashboards in eigene Anwendungen einbetten?
Ja. Mit Embedded Analytics lassen sich Berichte in Portale oder eigene Software einbinden, zum Beispiel für Kunden oder Partner. Über Berechtigungen sieht jeder nur seine eigenen Daten.
Wer pflegt die Berichte nach dem Projekt?
Das hängt davon ab, wie das Team aufgestellt ist. Wir dokumentieren Modell und Berichte und schulen die Beteiligten, damit sie selbst weiterarbeiten können. Auf Wunsch übernehmen wir auch Betreuung und Weiterentwicklung.